Sich in der eigenen Mitte spüren – und von dort heraus ausdrücken.

Auf ein Ziel zugehen und der inneren Ausrichtung folgen.

Weg vom linearen Leben und Lernen – hin zum zyklischen Leben und Lernen!

Ein Gefühl für den Raum, das Umfeld und die Mitmenschen haben.

Eine Pause machen, wenn eine Pause dran ist.

Geerdet und verankert stehen, ohne auf der Stelle zu stehen.

Das Ego auflösen und dem grossen Ganzen anvertrauen.

Sich ausdehnen und zusammenziehen im natürlichen Rhythmus des Atems.

Spannungen loslassen und entspannen.

Aktiv am Tag, ruhend in der Nacht.

„Wir lernen nicht zu tanzen, sondern wir tanzen um zu lernen.“
— Open Floor

Um achtsame, verkörperte Bewegung in unser Leben zu bringen, üben wir uns in den zehn Bewegungsressourcen (Core Movement Resources, CMRs). Sie sind ein verkörpertes Bewegungsvokabular. Sie geben uns eine einfache, universell geteilte Sprache und einen Weg, unsere Erfahrung des Lebens in diesen menschlichen Körpern erlebbar und benennbar zu machen und uns darüber zu verständigen.
In diesen sich wandelnden Zeiten sind diese somatischen Ressourcen eine Möglichkeit, sowohl auf der Tanzfläche als auch im Alltag zu navigieren.
Körperanker bieten uns klare Anhaltspunkte für die Erkundungen. Wie bei jeder Meditation bringen sie Fokus und helfen unsere Aufmerksamkeit zu bündeln.

Wir erforschen die Vielfalt an Möglichkeiten, uns zu bewegen. Wir beobachten, was geschieht, und üben uns darin, bewusst und mit Intention zu reagieren. Wir lernen, unsere Gewohnheiten und Muster zu verstehen, um zu tieferer Einsicht und Selbsterkenntnis zu gelangen. Je mehr wir unterschiedliche Reaktionen in unseren Bewegungen verkörpern, desto mehr Ressourcen können wir abrufen, um uns mit Flexibilität, Resilienz und Leichtigkeit durchs Leben zu bewegen.

Open Floor
Bewegungspraxis

ist freies Tanzen,

ist ressourcenorientiert,

achtsamkeitsbasiert &

verkörperte Prozessarbeit im Sinne des Embodiment.

Open Floor ist eine zeitgenössische Bewegungspraxis, entstanden aus der Verbindung von freiem Ausdruckstanz, Meditation, somatischer Arbeit und psychologisch fundierten Ansätzen. In dieser Synthese entsteht eine körperorientierte Prozessarbeit zur Schulung von Bewusstsein und Achtsamkeit in Verbindung mit der Lebensfreude des Tanzens. Die Praxis fördert die individuelle Gesundheit und trägt zu einer regenerativen Kultur des Miteinanders bei.

Im Zentrum steht die Frage, wie wir durch Bewegung bewusster in Beziehung kommen können – mit uns selbst, mit anderen und mit dem Leben in all seinen Zuständen von Bewegung, Ruhe, Ausdruck und Stille.

Die 2013 gegründete US-amerikanische soziokratische Organisation Open Floor International basiert auf dem Erfahrungswissen der Körpermeditation, somatischen Praxis und universellen Methoden von Verkörperung/ Embodiment und Achtsamkeit. Sie ist in der Physiologie, Kinesiologie, Psychologie, Neurowissenschaft, Achtsamkeit und den kreativen Künsten verwurzelt.

Wir, das sind 373 Open Floor Teacher weltweit (Stand Mai 2024), öffnen Räume für die Bewegungspraxis in unserer Diversität, wie die Methode auch entstanden ist. Wir sind bestrebt, unsere Praxis und unser Wissen so zugänglich wie möglich zu machen. Open Floor ist Open Source. Unser Curriculum ist unter Creative Commons registriert, was die Integrität der Arbeit schützt und sie gleichzeitig für kreatives Remixen universell verfügbar macht. Dafür benennen wir unsere Quellen, ob aus verschiedenen Meditationspraktiken, der Gestalttherapie, dem Authentic Movement und weiteren.

Aktuell befindet sich die Organisation in einem Dezentralisierungsprozess, was die Struktur auch in Europa und im deutschsprachigen Raum verankert.

In einer ehrenamtlichen Arbeitsgruppe von deutschsprachigen Open Floor Lehrer:innen übersetzen wir derzeit konsentbasiert die wichtigen Begriffe des bislang englischen Curriculums ins deutsche, um eine gemeinsame Version zu verwenden. Jede Open Floor Lehrerin und jeder Open Floor Lehrer ist frei, weiterhin individuelle Formulierungen zu verwenden.


Das Zusammenspiel von Körper, Gefühlen, Gedanken und Seele sind unsere vier Dimensionen der Verkörperung. Zusammen mit den vier Beziehungsbedürfnissen nach Autonomie (ICH), nach Verbindunng (DU), nach Zugehörigkeit (WIR) und nach Einbettung ins grosse Ganze (ES) bildet dieses Netz von 4×4 ein untrennbares und ganzheitliches Geflecht unseres Daseins auf unserer Erde im Kosmos. Die 4×4 sind die Koordinaten für unsere Tänze, die Orientierung in der Praxis und deren Vermittlung geben.